Bologna „La Rossa“ oder „La Grassa“.
Ich würde sagen, beide Namen hat sie sich verdient.
In der Stadt der Tortellini und der Tagliatelle Ragu kam mein Magen nicht zu kurz. Genuss steht hier an erster Stelle.
Ich würde aber auch sagen: „Bologna die Stadt der Türme“ Leider existieren von den einstmals 180 Türmen leider nur mehr um die zwanzig Stück. Eine Besonderheit der Stadt sind die zwei schiefen Türme Garisenda und Asinelli.
Nach den vielen Tortellini, die ich gegessen hatte, konnte ich dann beim Aufstieg auf den Asinelli Turm ordentlich verdauen.
Der Turm ist 97,20 m hoch und hat eine Neigung von 2,20 m. Die Aussicht von hier oben ist sehr überwältigend. Erst von hier oben wurde mir so richtig bewusst, warum man Bologna „La Rossa“ nennt.
Bologna hat viel mehr zu bieten als ich annahm. Jeden Abend wurde ich in den verschiedensten Theatern mit italienischer Theaterkunst inspiriert.
Die Show von Emanuela Serra, Guido Affini und Alessandro Pallecchi war sehr beeindruckend. Die Turinerin „Emanuela Serra“ bot eine Solo-Show, in der sie Poetry-Slam mit einer Recherche über Tanzhaltungen und körperliche Zersetzung verbindete.
Ihr Stück „Loose Dogs“ ist ein poetischer Akt, der jenen gewidmet ist, die Nein sagen.
Am letzten Tag in Bologna, nachdem ich wieder einmal von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten gewandert bin, gab es auch hier ein Highlight für mich.
Ich habe den langen Fußmarsch durch den historischen Bogengang zur Kirche „Santuario della Madonna di San Luca“ angetreten und ich wurde auf 300m Meereshöhe mit einem atemberaubenden Ausblick und einer wunderschönen Kirche belohnt.
Die Ruhe hier oben ließ mich verweilen und innehalten.
Schöne drei Tage gehen zu Ende.
Danke Bologna, dank Dir habe ich nun viele weitere Erfahrungen in meiner Schatzkiste.